Digitalisierung – Brandenburgische Museen gemeinsam für offene Kulturdaten

2020-01-30T15:37:05Z (GMT) by Lindemann, Arne

Die brandenburgische Museumslandschaft ist dezentral strukturiert und geprägt durch kleine bis mittelgroße Museen mit kleinen Teams und knappen Ressourcen. Diese Ausgangslage ist für die nachhaltige Etablierung digital gestützter Arbeitsabläufe alles andere als optimal. Mit themenbezogenen Verbundprojekten unterstützt der Museumsverband Brandenburg daher seit mehreren Jahren die Museen auf ihrem Weg in die digitalisierte Arbeitswelt. Seit 2012 konnten im Zuge von neun Verbundprojekten über 6.000 Objekte aus 54 brandenburgischen Museen digitalisiert werden. Gut die Hälfte der Digitalisate wurde auf museum-digital veröffentlicht. Insgesamt präsentieren 62 brandenburgische Museen über 8.300 Objekte auf der Plattform. Zu 96 Prozent sind die Objektdigitalisate mit einer Creative-Commons-Lizenz versehen.

Mit den auf museum-digital gezeigten Objektdigitalisaten sowie den objektbeschreibenden Metadaten werden in bisher nie da gewesener Weise materielle Zeugnisse der brandenburgischen Natur-, Kunst- und Kulturgeschichte öffentlich sichtbar und zugänglich. Die freien Kulturdaten ermöglichen der regionalen, nationalen und internationalen Forschung neue, vor allem auf die materielle Kultur fokussierte Zugänge. Darüber hinaus wird die wissenschaftliche Vernetzung sowohl unter den Museen als auch zwischen Museen und Universitäten bzw. anderen forschenden Institutionen gestärkt. Schwerpunkte auf museum-digital:brandenburg bilden bisher rund 1.500 Fotografien zu lokalen und regionalen Zeitgeschichte, über 1.000 Objekte zur preußischen Adelskultur, mehr als 1.300 Zeugnisse der Handwerks- und Industriegeschichte sowie über 700 Grafiken zur Architektur- und Baugeschichte Brandenburgs. Und der Bestand wächst stetig weiter.